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Tagesübung der Feuerwehr Neftenbach vom 21.03.2026

Die diesjährige Tagesübung stand ganz im Zeichen aussergewöhnlicher Einsatzszenarien. Auf dem Programm standen die Themen Waldbrandbekämpfung, Grosstierrettung und Absturzsicherung.

Die vergangenen Jahre haben deutlich gezeigt, dass trockene und heisse Wetterperioden zunehmen. Doch die Gefahr von Waldbränden beschränkt sich längst nicht mehr nur auf den Sommer: Bereits anhaltende Trockenheit und Wind erhöhen das Risiko erheblich. Ein Spezialist vom Stützpunkt Winterthur stellte uns den Waldbrandanhänger vor – eines von fünf solchen Modulen im Kanton – und erklärte die dazugehörige Ausrüstung. Dabei wurde schnell klar: Hightech steht hier nicht im Vordergrund. Stattdessen kommen einfache, aber effektive Mittel wie Löschrucksäcke, leichte Schläuche mit Hohlstrahlrohren, Hacken, Schaufeln und flammenhemmende, leichte Kleidung zum Einsatz. Entscheidend ist letztlich nicht nur das Material, sondern vor allem das richtige Vorgehen und ein klarer Plan.

Ein weiteres Thema war die Grosstierrettung. Auch Tiere geraten immer wieder in Notlagen und reagieren dabei ebenso unterschiedlich wie Menschen. Grösse und Gewicht stellen zusätzliche Herausforderungen dar. Hier kommt der spezialisierte Grosstierrettungsdienst zum Einsatz, dessen Mitglieder über medizinisches Fachwissen sowie spezielles Rettungsmaterial verfügen. In vielen Fällen muss ein Tier zunächst beruhigt werden, bevor eine Rettung möglich ist. Da die Feuerwehr oft als erste vor Ort ist, ist es wichtig, frühzeitig die richtigen Massnahmen einzuleiten und den Spezialisten bereits auf der Anfahrt präzise Informationen liefern zu können.

Im Bereich Absturzsicherung wurde ein realistisches Szenario am Irchelturm geübt: Ein Maler war ausgerutscht und hing in etwa 15 Metern Höhe ausserhalb des Turms am Seil. Ziel war es, die verunfallte Person sicher zu Boden zu bringen. Der sichere Umgang mit Seilen, Karabinern und Umlenkrollen sowie das Beherrschen verschiedener Knoten sind dabei unerlässlich. Als besonderes Highlight konnten sich einige Feuerwehrkameraden vom Turm abseilen lassen.

Solche Übungen sind nur dank der Unterstützung von Spezialisten möglich. Ein herzlicher Dank geht an die Kollegen der Berufsfeuerwehr Winterthur (SIW) sowie an den Grosstierrettungsdienst, die sich Zeit genommen haben, ihr Wissen mit uns zu teilen. Dabei zeigte sich einmal mehr, wie wichtig die drei «K» sind: In Krisen Köpfe kennen.

Ein weiterer Dank gilt Florian Färber für die Organisation der Verpflegung.